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Glaubensbekenntnis von Nizäa-Konstantinopel PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Kirche-im-web.de   
Donnerstag, den 06. März 2008 um 14:14 Uhr

Nizäische Glaubensbekenntnis
 

Das Nizäische Glaubensbekenntnis (lat. Symbolum Nicaenum) wurde 325 n. Chr. auf dem 1. Konzil von Nizäa bzw. Nicaea (gr. Nikaia) - einer antiken Stadt in Nord-West-Anatolien (Türkei), dem heutigen Iznik - in Abgrenzung gegen den Arianismus beschlossen.

Nach dem Arianismus, einer frühen christlichen Lehre, benannt nach dem alexandrinischen Priesters Arius, ist Christus nicht gottgleich, aber dessen vornehmstes Geschöpf.  Damit widersprach diese Lehre der Vorstellung von der Dreieinigkeit Gottes.

Das Nizäischen Glaubensbekenntnis wurde später durch eine erweiterte Fassung, beschlossen 381 in Konstantinopel, abgelöst, das Nizäisch-Konstantinopolitanische Glaubensbekenntnis (lat. Symbolum Nicaeno-Constantinopolitanum)

Obwohl das Apostolische Glaubensbekenntnis das bekannteste und gebräuchlichste Glaubensbekenntnis in Deutschland ist, wird es doch nur in der westlichen Kirche gesprochen. Weltweit bekennen sich zwar die evangelischen Kirchen, die anglikanische Kirchen, die altkatholische und römisch-katholische Kirche zu diesem Glaubensbekenntnis -  die Ostkirchen jedoch kennen es nicht. Das Glaubensbekenntnis, das sowohl in der West- wie auch in der Ostkirche gesprochen wird, und damit im weitesten Sinne ökumenisch ist, ist das Nizäische Glaubensbekenntnis.

 

Deutsche Fassung: 

Wir glauben an den einen Gott, 
den Vater, 
den Allmächtigen, 
der alles geschaffen hat, 
Himmel und Erde, 
die sichtbare und die unsichtbare Welt. 
 
Und an den einen Herrn Jesus Christus, 
Gottes eingeborenen Sohn, 
aus dem Vater geboren vor aller Zeit: 
Gott von Gott, 
Licht vom Licht, 
wahrer Gott vom wahren Gott, 
gezeugt, nicht geschaffen, 
eines Wesens mit dem Vater; 
durch ihn ist alles geschaffen. 
Für uns Menschen und zu unserm Heil ist er vom Himmel gekommen, 
hat Fleisch angenommen durch den Heiligen Geist 
von der Jungfrau Maria und ist Mensch geworden. 
Er wurde für uns gekreuzigt unter Pontius Pilatus, 
hat gelitten und ist begraben worden, 
ist am dritten Tage auferstanden nach der Schrift 
und aufgefahren in den Himmel. 
Er sitzt zur Rechten des Vaters 
und wird wiederkommen in Herrlichkeit, 
zu richten die Lebenden und die Toten; 
seiner Herrschaft wird kein Ende sein. 
 
Wir glauben an den Heiligen Geist, 
der Herr ist und lebendig macht, 
der aus dem Vater und dem Sohn hervorgeht, 
der mit dem Vater und dem Sohn angebetet und verherrlicht wird, 
der gesprochen hat durch die Propheten, 
und die eine, heilige, katholische/christliche und apostolische Kirche. 
Wir bekennen die eine Taufe zur Vergebung der Sünden. 
Wir erwarten die Auferstehung der Toten 
und das Leben der kommenden Welt. 


Anmerkung: 
Das "und vom Sohn" (filioque) wurde später auf Drängen von Karl dem Groß in das Glaubensbekenntnis eingefügt und in den Westkirchen – nicht aber in den Ostkirchen – gebräuchlich. 



Lateinische Fassung:

Credo(1) in unum Deum,
Patrem omnipotentem,
factorem caeli et terrae,
visibilium omnium et invisibilium.

Et in unum4 Dominum Iesum Christum,
Filium Dei unigenitum,
et ex Patre natum ante omnia saecula.
Deum de Deo, Lumen de Lumine,
Deum verum de Deo vero,
genitum non factum,
consubstantialem Patri;
per quem omnia facta sunt.
Qui propter nos homines11 et propter nostram
salutem
descendit de caelis.
Et incarnatus est
de Spiritu Sancto ex Maria Virgine,
et homo factus est.
Crucifixus etiam pro nobis sub Pontio Pilato,
passus et sepultus est,
et resurrexit tertia die,
secundum Scripturas,
et ascendit in caelum,
sedet ad dexteram Patris.
Et iterum venturus est cum gloria,
iudicare vivos et mortuos,
cuius regni non erit finis.
Et in Spiritum Sanctum,
Dominum et vivificantem,
qui ex Patre Filioque procedit.
Qui cum Patre et Filio simul adoratur et
conglorificatur:
qui locutus est per prophetas.
Et unam, sanctam, catholicam et apostolicam
Ecclesiam.
Confiteor unum baptisma in remissionem
peccatorum.
Et expecto resurrectionem mortuorum,
et vitam venturi saeculi.
Amen.


(1) In Nizäa und im Griechischen im Plural: ”Wir” – nach dem Vatikanum II. auch in der lateinischen Fassung

Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 18. März 2008 um 09:14 Uhr
 
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